09. Februar 2019

Am Sonntag habe ich die Ehre, die Verleihung des Ehrenamtspreises zu moderieren.


Es ist sehr interessant, dass viele Ehrenämtler gar keinen Dank und Ehrungen wollen. Die „Grand Dame“ unserer Gemeinde in Merzig über viele Jahrzehnte war Bertl Claußnitzer. Unermüdlich war sie ehrenamtlich tätig.

Als ich es gewagt habe, sie zu ihrem 85. Geburtstag im Gemeindebrief besonders zu ehren, war sie richtig sauer, aber so richtig! Sie schimpfte lauthals mit mir. Beruhigen konnte ich sie erst, als ich sagte, sie müsse den Dank annehmen, um der Sache zu dienen. „Denn“ so sagte ich „die Leute beobachten unsere Gemeinde genau. Und bei der Frage , ob sie sich selbst engagieren oder nicht spielt eine große Rolle, ob Menschen wie Frau Claußnitzer auch mal Danke gesagt kriegen.“. Da war sie einigermaßen zufrieden.

Sie machte diese Ämter, um Gott zu ehren, und nicht um selbst Ehre zu erhalten. Ehrenamt also im Sinne „Gott allein die Ehre“. Wenn wir unserem Nächsten dienen, diene  wir Gott. Denn er spricht: „Ich war im Gefängnis, und ihr habt mich besucht. Ich war krank, und ihr habt mich gesund gepflegt. Denn als ihr das für den geringsten Bruder gemacht habt, habt ihr es für mich gemacht.“ Auch das machen wir nicht, um eine Belohnung oder Dank zu erhalten, sondern aus Dankbarkeit ihm gegenüber. Er hat uns alles Gute in unserem Leben geschenkt, und will uns auch das ewige Leben  schenken, ohne all unseren Verdienst, allein aus Liebe durch Jesus Christus. Da können und wollen wir ihm eine Menge zurück geben. Wir dienen also unserem nächsten, um Gott Danke zu sagen.

Unterm Strich also: Danke sagen ist sehr wichtig. Seien sie doch am Sonntag, 10.2.2019 in der Ludwigskirche dabei, 17 Uhr.





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