17. Juli 2019

Europäische Kirchen und Hilfswerke: Gemeinsamer Appell zur Seenotrettung


Anlässlich der bevorstehenden Tagung der Ministerinnen und Minister für Justiz und Inneres der Europäischen Union in Helsinki, haben sich alle evangelischen Entwicklungs- und humanitären Hilfswerke in einem dringlichen Appell zur Seenotrettung an die Minister und die EU Kommission gewandt.

Dem Apell der ACT Alliance EU haben sich die Mitgliedsorganisationen der Kirchlichen Kommission für Migranten in Europe (CCME) und die Konferenz der Europäischen Kirchen (KEK), in der die protestantischen, anglikanischen und orthodoxen Kirchen Europas zusammengeschlossen sind, angeschlossen.

Cornelia Füllkrug-Weitzel, Präsidentin von Brot für die Welt und zugleich Vorsitzende der ACT Alliance EU, sagt:

„Dass diese drei großen europäischen kirchlichen Allianzen sich erstmals gemeinsam äußern, weil sie die fundamentalen europäischen Werte und den Vorrang des menschlichen Lebens vor politischen Erwägungen gefährdet sehen, ist ein sehr starkes Signal an die EU und ihre Mitgliedskirchen. Diese drei wichtigen europäischen Organisationen der Kirchen und ihrer Werke fordern ein Ende der Kriminalisierung von Nichtregierungsorganisationen, die Menschen aus Seenot retten, und eine erneute EU-Seenotrettungsmission.

Wir wollen außerdem einen sofortigen EU-Notfallplan für Bootsflüchtlinge, sowie die Einstellung der Kooperationen mit Libyen und anderen Anrainerstaaten, in denen Menschenrechte nicht gesichert sind. Ohne erweiterte Resettlementprogramme und legale Einreisewege wird das Sterben auf dem Mittelmeer kein Ende haben. Wir sehen die EU in der Verantwortung, die Unantastbarkeit, Würde und das Recht auf Leben aller Menschen zu fördern, zu respektieren und zu schützen – besonders unter den dramatischen Umständen, denen Flüchtlinge und Migrierende ausgesetzt sind!“





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