05. Januar 2019
Michael Schäfer zu einem aktuellen Thema:

Ja, ist denn heute noch Weihnachten?


In manchen Kommunen werden heute schon die Weihnachtsbäume abgefahren. Die Sternensinger ziehen durch die Orte und morgen enden die Weihnachtsferien. Also könnte man nun das Fest beenden und sich wieder dem Alltag zuwenden. Nur, dann hätte ich Weihnachten nicht verstanden.

Das Wesentliche ist die Frage: Was wird, wie gehe ich um mit Weihnachten in meinem Alltag.

Die biblischen Erzählungen lassen da Vieles offen. Und ich glaube, das soll so sein. Wir erfahren weder, was aus den Hirten wurde, nachdem sie die Krippe verlassen und Menschen die Botschaft weitergesagt haben, noch wie es mit den Weisen aus dem Morgenland weiterging. Und eigentlich ist da auch gar nicht so entscheidend.

Ich muss meine eigene Antwort finden auf Fragen, die mir das Kind in der Krippe stellt. Ich muss selber herausfinden wie es weitergeht.

Im Alltag findet das Wesentliche von Weihnachten statt. Davon bin ich überzeugt. Wenn die Botschaft von dem Gott, der sich ganz klein macht um Menschen zu begegnen mein Verhalten ändert, dann ist wirklich Weihnachten. Und das das ganze Jahr.

Wenn ich auf die Liebe Gottes sehe, die arme Geburt im Stall, die Hirten und die Engel, dann kann ich Liebe lernen, Zuwendung weitergeben, Frieden leben. Dann wird Weihnachten, auch wenn die Weihnachtsferien rum sind.

 

Losung für Samstag, den 5.1.2019:

Mir sollen sich alle Knie beugen und alle Zungen schwören und sagen: Im HERRN habe ich Gerechtigkeit und Stärke. Jesaja 45,23-24

Ich bin das A und das O, spricht Gott der Herr, der da ist und der da war und der da kommt, der Allmächtige. Offenbarung 1,8

 

Im evangelischen Gesangbuch steht ein Lied zum 6. Januar 548:

1. Die Weisen sind gegangen.

     Der Schall verklang, der Schein verging,

     der Alltag hat in jedem Ding

     nun wieder angefangen,

     nun wieder angefangen.

2. Der Wanderstern verglühte,

     kein Engel spricht, kein Schäfer rennt,

     und niemand beugt sich und erkennt

     die Größe und die Güte,

     die Größe und die Güte.

3. Wie lässt sich das vereinen:

     der Stern war da, der Engel rief,

     der Schäfer mit den Weisen lief

und kniete vor dem Kleinen,

     und kniete vor dem Kleinen?

4. Auch sie sind nicht geblieben,

     die beiden mit dem kleinen Kind.

     Ob sie schon an der Grenze sind,

     geflüchtet und vertrieben,

geflüchtet und vertrieben?

5. Was soll ich weiter fragen.

     Ich habe manches mitgemacht -

     wem trau ich mehr: der einen Nacht

     oder den vielen Tagen,

     oder den vielen Tagen?

Text: Gerhard Valentin 1965

Melodie: Oskar Gottlieb Blarr 1979

 





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