05. Mai 2018
Michael Schäfer zu einem aktuellen Thema:

Marx und die Marxisten


Karl Marx wäre 200 Jahre alt geworden. Das muss gefeiert werden. Nicht nur um das touristische Feuer in Trier am brennen zu halten. Sondern aus Respekt vor einem großen Wissenschaftler. Nicht unbedingt wegen derer, die seine Lehre benutzt haben.

Marx hat analysiert und durchdacht und er hatte nicht in Allem recht. Aber er hat richtig erkannt, dass der Reichtum einiger weniger daher kommt, dass viele arbeiten. Und dass das nicht gerecht ist.

Im Prinzip ist seine Analyse heute noch richtig. Viele Arbeiter leisten ihren Beitrag, dass ein unternehmen blüht. Die Spitzenmanager verdienen aber im Jahr ein Mehrfaches von dem, was ein Arbeiter in seinem ganzen Berufsleben verdienen kann. Das ist unmoralisch. Darum nennt Karl Marx das Ausbeutung.

Daran ändert auch nichts, dass diejenigen, die vorgaben von Marx gelernt zu haben, ihre Volkswirtschaft ruiniert haben und unmenschliche Herrschaften mit Zwang, Unterdrückung und Bespitzelung aufgebaut haben.

Wichtig bleibt, dass Marx seine Zeit analysiert hat und uns noch heute viel zu sagen hat über eine Zukunft, an der zu arbeiten sich lohnt, in der eine Gesellschaft es nicht gut ertragen kann, wenn Menschen verarmen, wenn Menschen von ihrer Arbeit nicht satt werden. Auf Dauer kann auch eine Gesellschaft, der es insgesamt zu gut geht, daran zu Grunde gehen, dass Reiche immer reicher und Arme immer ärmer werden.

Daran kann uns auch der Riesen-Marx erinnern, der heute in Trier enthüllt wird.

 

 

Losung für Samstag, den 5.5.2018:

Der HERR wird einem jeden seine Gerechtigkeit und Treue vergelten. 1.Samuel 26,23

Selig sind, die da hungert und dürstet nach der Gerechtigkeit; denn sie sollen satt werden. Matthäus 5,6

 

 

 

Im evangelischen Gesangbuch steht ein Gebet am Morgen (865):

Schöpfer des Lichts, Sonne meines Lebens,

ich danke dir für diesen neuen Tag.

Hilf mir, deinen Willen zu erkennen und zu tun.

Gib mir Kraft für die Aufgaben, die mir gestellt sind …

Gib mir Mut für die Schritte, die ich tun muss …

Gib mir Liebe zu den Menschen, die mir begegnen …

Lass mich erfahren, dass du mir nahe bist in allem, was heute geschieht.

 





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