04. Mai 2019
Michael Schäfer zu einem aktuellen Thema:

Miteinander Reden


Da hat der Vorsitzende der Jungsozialisten bekannt, dass er sozialistisch ist. Wie überraschend!

Was mich erschrickt ist die Art, wie viele Menschen über ihn herfallen. Es scheint so, als hätten die meisten Menschen, die etwas zu sagen haben, Angst vor unbequemen Fragen, vor unbequemen Tatsachen. Das erinnert an Andreas Scheuer, dem vor wenigen Wochen auf die Frage nach der Notwendigkeit von Tempolimits nur antwortete, das sei gegen den ‚gesunden Menschenverstand‘. Da spüre ich Angst vor sachlicher Auseinandersetzung.

Wie bei den GegnerInnen von Kevin Kühnert. Er hat doch recht. Es ist nicht auszuhalten, dass Menschen damit Profit machen, dass Wohnungssuchende in Großstädten erpressbar sind, weil sie sich das Wohnen dort eigentlich nicht leisten können. Und er hat recht, wenn er es unerträglich hält, dass viele Menschen trotz Vollbeschäftigung zu wenig verdienen, um damit angemessen leben zu können und sich noch eine auskömmliche Rente sichern zu können.

Ob seine Antworten taugen. Ich bin da auch eher skeptisch. Ich glaube nicht, dass Staat und Gesellschaft bessere Unternehmer wären. Und wenn ich daran zweifele denke ich an den Ludwigspark und finde, dass ich recht habe.

Und die Wohnungsnot hängt ja ganz eng zusammen mit Kommunen, die vor Jahren eigene Wohnungsgesellschaften verkauft haben, weil sie ein Klotz am Bein waren.

Aber darüber könnte man reden, sachlich diskutieren, gemeinsam Lösungswege suchen.

Aber dazu fehlt manchen wohl Mut und Anstand. Das ist schade.

Der alte Satz ‚Wir müssen reden‘ hatte doch seinen Wert.

 

Losung für Samstag, den 4.5.2019:

Mit Gott wollen wir Taten tun. Psalm 60,14

Alles, was ihr tut mit Worten oder mit Werken, das tut alles im Namen des Herrn Jesus und dankt Gott, dem Vater, durch ihn. Kolosser 3,17

 

Im evangelischen Gesangbuch steht ein Gebet (865)

Schöpfer des Lichts, Sonne meines Lebens,

ich danke dir für diesen neuen Tag.

Hilf mir, deinen Willen zu erkennen und zu tun.

Gib mir Kraft für die Aufgaben, die mir gestellt sind …

Gib mir Mut für die Schritte, die ich tun muss …

Gib mir Liebe zu den Menschen, die mir begegnen …

Lass mich erfahren, dass du mir nahe bist in allem, was heute geschieht.

 





Zurück