27. Juli 2020

Kirchenmitarbeitende spenden für Kolleginnen und Kollegen in Partnerkirchen


50.000 Euro von Beschäftigten der Evangelischen Kirche im Rheinland und der Evangelischen Kirche von Westfalen gehen an Partnerkirchen in Asien und Afrika. Dort werden mit dem Geld Kolleg*innen unterstützt, die als Folge der Corona-Pandemie kein regelmäßiges Einkommen mehr haben

In der Pandemie bewährt sich Zusammenhalt der Kirchengemeinschaft

Die Aktion „Care and Share“ der rheinischen und der westfälischen Kirche hat in deren Mitarbeiterschaft zu einer hohen Spendenbereitschaft geführt. Die Vereinte Evangelische Mission (VEM) kann deshalb eine Soforthilfe von insgesamt 250.000 Euro bereitstellen. „Das übertrifft unsere Hoffnungen bei weitem“, sagt der westfälische Oberkirchenrat Dr. Ulrich Möller. „Mit ihrer tatkräftigen Solidarität zeigen die Kolleginnen und Kollegen: In der Corona-Pandemie bewährt sich der Zusammenhalt unserer Kirchengemeinschaft über alle Grenzen und Entfernungen hinweg. Dafür sind wir sehr dankbar.“

Ausgangssperre führt zu Lieferengpässen bei Grundnahrungsmitteln

Wegen der Ausgangssperre können viele Menschen in Afrika und Asien ihre Felder nicht mehr bewirtschaften. Das führt zu Lieferengpässen für Grundnahrungsmittel und zu einer Mangelwirtschaft mit enormen Preissteigerungen.

Finanzielle Unterstützung für 32 VEM-Mitgliedskirchen

32 Mitgliedskirchen der VEM-Gemeinschaft in Afrika und Asien erhalten umgehend finanzielle Unterstützung, die dringend gebraucht wird. Denn viele Gehälter können in den Partnerkirchen nicht mehr gezahlt werden, weil die Einnahmequellen wie Kollekten, Mitgliedsbeiträge und Schulgebühren versiegt sind. Dank der Soforthilfe können beispielsweise 386 notleidende kirchliche Mitarbeitende der Evangelisch-Presbyterianischen Kirche in Ruanda jetzt mit Reis, Bohnen, Zucker, Öl, Maismehl und Hygieneprodukten versorgt werden, darunter aktive und pensionierte Pfarrerinnen und Pfarrer, Verwaltungsangestellte sowie Witwen und Witwer. Und auch die Mitarbeitenden der Evangelischen Kirche von Mentawai in Indonesien, denen seit Mai kein Gehalt mehr gezahlt werden konnte, sind dankbar, dass ihre Lebensmittelversorgung kurzfristig gesichert ist.

Mangelnde Absicherung bei Krankheit und Arbeitslosigkeit

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den betroffenen Kirchen sind einer doppelten Belastung ausgesetzt: Sie sorgen sich um die Menschen, für die sie arbeiten, und sind selbst mit ihren Familien in Not. „Eigentlich legen die Mitgliedskirchen Wert darauf, selbst für die Gehälter ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aufzukommen, so wie wir auch. Aber weil die soziale Absicherung bei Krankheit und Arbeitslosigkeit nicht so gut ist wie bei uns, geraten immer wieder und gerade jetzt Menschen in Not“, sagt die rheinische Oberkirchenrätin Barbara Rudolph.

Als Dankeschön ein Konzertbesuch im Internet

Alle Spenderinnen und Spender können im Internet ein Corona-Benefiz-Konzert des südafrikanischen Libertas-Chors aus Stellenbosch miterleben: Als Dankeschön und Zeichen der Solidarität in der Krise erhalten sie den Online-Zugangscode zu diesem sonst kostenpflichtigen Konzert.





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