10. April 2021
Michael Schäfer zu einem aktuellen Thema:

Macht und Ohnmacht


Manchmal bin ich ja ganz froh, dass ich nichts zu sagen habe. Zumindest in Politik und Wirtschaft. Ich muss zugeben. Ich hätte da schon öfter schief gelegen oder mich schlicht vor Verantwortung gedrückt. Gerade in der Krise im Moment ist ja Vieles völlig unübersichtlich. Einerseits Dritte Welle und auf der anderen Seite: Immer mehr Menschen, die verstanden haben, worum es geht und dass Vieles eben nicht geht und die gleichzeitig frustriert ohne Ende sind, weil sie sich nur noch gegängelt und gar nicht mehr ernst genommen fühlen.

Vielleicht hatte unser Ministerpräsident da ja den richtigen Riecher, dass er versuchte das Alles zu kanalisieren. Jawohl liebe Saarländerinnen und Saarländer, ihr kriegt viele Rechte zurück, weil ich glaube, dass Ihr verantwortungsvoll mit den neuen Freiheiten umgehen werdet. Dafür müsst Ihr euch jetzt testen lassen – am besten immer, bevor ihr unter Menschen geht. Da das nicht klappt, eben fast immer. Vielleicht lag aber hier auch das Problem. Dass es für diejenigen, die sich gerne vorbeimogeln, gute Möglichkeiten dazu gab. Vielleicht sind doch nicht die meisten Menschen so willig und verständig, wie erhofft, sondern eher darauf erpicht Schlupflöcher zu suchen und zu finden. Vielleicht ist es ja doch übertrieben, darauf zu vertrauen, dass Menschen, die wissen, was richtig ist, das auch tun.

Der Apostel Paulus hat das so beschrieben: Denn das Gute, das ich will, das tue ich nicht; sondern das Böse, das ich nicht will, das tue ich. (Römer 7,19)

Ich wünsche dem Ministerpräsidenten und uns allen, dass es doch gut geht mit der Modellregion Saarland, aber ich bin skeptisch- und vielleicht übernimmt die höhere Instanz (Bundeskanzlerin) dann doch das Handeln.

Und ich erhalte mir die Freude, dass ich nicht entscheiden muss. Und die Freiheit, das zu tun, was richtig ist.

 

Losung für Samstag, den 10.4.2021:

Verwirf mich nicht in meinem Alter, verlass mich nicht, wenn ich schwach werde. Psalm 71,9

Darum werden wir nicht müde; sondern wenn auch unser äußerer Mensch verfällt, so wird doch der innere von Tag zu Tag erneuert. 2.Korinther 4,16

 

 

In Gesangbuch steht ein Kindergebet (eg 910):

Lieber Gott, heute hatten wir Streit.

Das Schimpfen und Zanken tut uns allen weh.

Trotzdem fangen wir immer wieder damit an.

Du, Gott, bist gut zu uns,

lass auch uns wieder gut zueinander sein.

 





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