06. Dezember 2019
Michael Schäfer zu einem aktuellen Thema:

Wo ist Weihnachten zu finden?


Zum Weihnachtsmarkt in Sankt Wendel gehört der Zwergenwald. Für Kinder eine Attraktion – und manchmal auch für Erwachsene. So gab es dieses Mal ein Café und an einem Tisch saßen Queen Elizabeth II und ihr Sohn Charles.

Da war wieder ein Zipfel dieser alten Lebensweisheit: Wenn mich etwas erreichen soll, muss es auch etwas mit mir zu tun haben. Für die Kinder waren die Zwerge für sich völlig ausreichend. Für mich waren die Royals (auch wenn sie nicht sehr echt aussahen) ein Punkt genauer hinzusehen, Details anzuschauen.

Und ich meine, dass ich nur so Advent und Weihnachten feiern kann. Ich muss immer neu lernen hinzuschauen, was bedeutet das Kommen des Herrn in meinem Leben, was hat das mit mir zu tun.

All die Mythen, die seltsamen Gestalten, die Zwerge, die Engel, die Hirten, die Nikoläuse haben keinerlei Bedeutung, wenn ich mich nicht von ihnen erreichen lasse, wenn ich sie nicht in meinen Alltag, in mein Leben einlasse. Dann können sie mir helfen, dass Weihnacht wird, bei mir, in meinem Alltag. Letztendlich muss ich Weihnachten bei mir finden, in meinem Leben. Aber ich kann mir helfen lassen, sogar von zwei Royals.

 

Losung für Samstag, den 7.12.2019:

Sende dein Licht und deine Wahrheit, dass sie mich leiten zu deiner Wohnung. Psalm 43,3

Das ist die Botschaft, die wir von ihm gehört haben und euch verkündigen: Gott ist Licht, und in ihm ist keine Finsternis. 1.Johannes 1,5

 

Lieder nicht im evangelischen Gesangbuch steht das (chemisch gereinigte) Weihnachtslied von erich Kästner:

Morgen, Kinder, wird’s nichts geben!

Nur wer hat, kriegt noch geschenkt.

Mutter schenkte Euch das Leben.

Das genügt, wenn man’s bedenkt.

Einmal kommt auch eure Zeit.

Morgen ist’s noch nicht soweit.

 

Doch ihr dürft nicht traurig werden.

Reiche haben Armut gern.

Gänsebraten macht Beschwerden.

Puppen sind nicht mehr modern.

Morgen kommt der Weihnachtsmann.

Allerdings nur nebenan.

 

Lauft ein bisschen durch die Straßen!

Dort gibt’s Weihnachtsfest genug.

Christentum, vom Turm geblasen,

macht die kleinsten Kinder klug.

Kopf gut schütteln vor Gebrauch!

Ohne Christbaum geht es auch.

 

Tannengrün mit Osrambirnen –

Lernt drauf pfeifen! Werdet stolz!

Reißt die Bretter von den Stirnen,

denn im Ofen fehlt’s an Holz!

Stille Nacht und heil’ge Nacht –

Weint, wenn’s geht, nicht! Sondern lacht!

 

Morgen, Kinder, wird’s nichts geben!

Wer nichts kriegt, der kriegt Geduld!

Morgen, Kinder, lernt fürs Leben!

Gott ist nicht allein dran schuld.

Gottes Güte reicht so weit …

Ach, du liebe Weihnachtszeit!





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